Stiftung Die Brücke zum Leben

Ein echter und vorbildlicher Gottesdienst vor Gott, dem Vater, besteht darin,
für Waisen und Witwen zu sorgen, wenn sie in Not sind.

Die Bibel nach Jakobus 1,27

„Bitte, bitte nimm mich mit“...

... mit diesen Worten klammerte sich Lena* an mein Bein, als wir ein staatliches Waisenhaus besuchten.

Ein Blick in ihre angsterfüllten Augen ließ erahnen, dass sie Schreckliches erlebt haben musste. Vom Heimleiter erfuhren wir, dass sie von einem Betreuer wiederholt vergewaltigt worden war.

Lena, noch keine neun Jahre alt, verkroch sich immer wieder ängstlich in irgendeine Ecke und ließ niemanden in ihre schwer verwundete Seele hineinblicken. Nur die ständige Einnahme von Medikamenten konnte sie zu einer gewissen Ruhe bringen, aber natürlich löste dies nicht ihre eigentlichen Probleme oder heilte ihre tiefen Wunden.

Wir nahmen sie in das Nest unserer Familie auf. Nach einem Jahr liebevoller Fürsorge mit therapeutischer und seelsorgerlicher Begleitung ist Lena nicht mehr wiederzuerkennen.

Die Geborgenheit in unserer Familie gibt ihr eine ganz neue Lebensfreude. Sie nimmt aktiv am Schulunterricht teil, spielt mit anderen Kindern und kann wieder von Herzen lachen. Ihr trauriges Leben hat sich zu einem sinnerfüllten Leben gewandelt.

Die Brücke zum Leben hat ihr den Weg in eine lebenswerte Zukunft ermöglicht.

– Lenas neue Eltern –


* Name geändert