Stiftung Die Brücke zum Leben

Weißrussland

Nach der Auflösung der UdSSR 1991 wurde die ehemalige Sowjetrepublik Belarus unabhängig.

Weißrussland gehört zu den Ländern, die durch die Reaktor-Katastrophe im ukrainischen Tschernobyl 1986 am stärksten radioaktiv verseucht wurden. Bei Kindern, die in verseuchten Gebieten leben, wird seither bis zu einhundertmal häufiger Schilddrüsenkrebs diagnostiziert als in unbelasteten Gebieten.

Es sind vor allem kinderreiche Familien, allein erziehende Frauen und die Menschen auf dem Land, die keine ausreichenden Mittel zur Verfügung haben für eine rechtzeitige Diagnose – und erst recht nicht für eine Behandlung der Krankheit.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) steht Weißrussland 2014 auf dem ersten Platz beim Alkoholkonsum weltweit. In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der drogenabhängigen Schüler und Studenten um das Achtfache gestiegen. Der Missbrauch von Alkohol und Drogen ist weit verbreitet und zerstört unzählige Familien. Über die Hälfte aller neu geschlossenen Ehen wird wieder geschieden.

Auf der anderen Seite sind viele Eltern bereit, Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen in ihre Familie aufzunehmen und ihnen eine liebevolle Erziehung zukommen zu lassen. In den meisten Fällen scheitert es jedoch am nicht ausreichend vorhandenen oder unbezahlbaren Wohnraum.