Stiftung Die Brücke zum Leben

Kinderhäuser

Viele Eltern sind bereit, Kinder aus Waisenheimen oder aus schwierigen sozialen Verhältnissen in ihre Familie aufzunehmen und ihnen eine liebevolle Erziehung zukommen zu lassen. In den meisten Fällen scheitert es jedoch am nicht ausreichend vorhandenen oder unbezahlbaren Wohnraum. Dem Staat fehlen schlicht und einfach die notwendigen Mittel, um solche extrem benachteiligten Kinder aufzufangen. Sehr oft vegetieren diese Kinder in staatlichen Einrichtungen dahin. Die Stiftung sieht es daher als ihre vorrangige Aufgabe, Kinderhäuser zu errichten und zu unterstützen. So haben wir ein Projekt entwickelt, das an die örtlichen Gegebenheiten angepasst ist und im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten optimal realisiert werden kann.

Eltern können bis zu zwölf Pflegekinder in einem Kinderhaus aufnehmen und erziehen. Die Errichtung eines solchen Hauses wird weder dem Staat noch Privatpersonen überlassen. Es wird grundsätzlich nur in Zusammenarbeit mit entsprechenden örtlichen gemeinnützigen Vereinen, Stiftungen oder kirchlichen Einrichtungen gebaut, damit eine nicht zweckgemäße Verwendung ausgeschlossen wird. Nach der Fertigstellung wird das Kinderhaus dem jeweiligen Betreiber dann zweckgebunden überlassen.

Die Pflegeeltern werden in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden ausgewählt und geschult. Damit die Familie materiell unabhängig ist, baut ihnen die Stiftung oft eine Mini-Farm, denn die staatliche Unterstützung ist in der Regel nicht ausreichend. So lernen die Kinder, im Garten und Gewächshaus Obst und Gemüse zu züchten sowie für Hühner, Kaninchen oder andere Tiere Verantwortung zu übernehmen.

Damit sie in der Zukunft bessere Berufschancen haben, wird ihnen zusätzlich Unterricht in Fremdsprachen angeboten. In den Ferien und teilweise auch außerhalb der Ferienzeiten verbringen die Kinder (z.T. mit ihren Pflegeeltern) Zeit in den Erholungs- und Freizeitzentren, wo sie andere Kinder kennenlernen, neue Freundschaften schließen und voneinander profitieren. Diese Zeit wird auch intensiv genutzt, um den im Leben benachteiligten Kindern – unter professioneller Betreuung – das Leben lebenswert zu machen.

Den Eltern werden Seminare angeboten, die ihnen helfen, ihren Aufgaben als Pflegeeltern so effektiv wie möglich nachzukommen. Durch Erfahrungsaustausch mit anderen Eltern und in Gesprächen mit Fachleuten erfahren sie viel wertvolle Hilfe.