Stiftung Die Brücke zum Leben

Georgien

Georgien gilt als eines der ärmsten Länder in Europa. Seit der staatlichen Unabhängigkeit 1991 haben rund eine Million Menschen das Land verlassen. Vor allem Einwohner, die Arbeitsplätze in anderen Staaten finden konnten, zogen fort aus Georgien.

Infolge kriegerischer Auseinandersetzungen wurden viele Georgier gewaltsam vertrieben, ihre Häuser geplündert und ihr Besitz beschlagnahmt. Viele Menschen wurden obdachlos.

Das Land kann zwar in den letzten Jahren eine bemerkenswerte wirtschaftliche Entwicklung mit hohen Wachstumsraten vorweisen, aber die grundsätzlich positive Wirtschaftsentwicklung kommt bei der Mehrheit der Bevölkerung nicht an. Die Lage der Georgier hat sich kaum verbessert. Ernst zu nehmende Unterstützung von staatlicher Seite existiert nicht. Rund 70 Prozent der Bevölkerung gelten als unterbeschäftigt oder arbeitslos!

Viele Menschen sehen keine Perspektive für sich und flüchten in die Alkohol- oder Drogenabhängigkeit.

Ein intaktes Familienleben, gerade in Großstädten, ist kaum noch möglich. Fehlende Zukunftsaussichten und soziale Unsicherheit spüren insbesondere auch die Kinder und Jugendlichen in Georgien.

Die Kinder werden vernachlässigt und sind oft sich selbst überlassen. Viele fliehen aus schwierigen Familienverhältnissen oder Waisenhäusern und leben auf der Straße. Dort werden die Straßenkinder früher oder später mit kriminellen Aktivitäten, Prostitution, Missbrauch von Alkohol und Drogen konfrontiert. Trotz allgemeiner Schulpflicht nimmt nur ein Bruchteil der Straßenkinder am Schulunterricht teil. Sie sind hohen gesundheitlichen Risiken und Gefahren ausgesetzt und haben keine Möglichkeit, kindgerecht aufzuwachsen.

Die Stiftung möchte den Straßenkindern in Georgien Geborgenheit in einer Familie geben und ihnen den Zugang zu Bildung ermöglichen.